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Schadenverhütung –

Sicherheit ist kein Zufall

Schutz vor Schäden durch Blitz und Überspannung Schutz für Ihre persönlichen Werte

Der Umfang von teuren Anschaffungen im Elektronikbereich hat in den letzten Jahrzehnten enorm zugenommen. Für den Nutzer von elektronischen Geräten gewinnt der Überspannungsschutz immer mehr an Bedeutung. Mit unserer Infobroschüre möchten wir Sie für diesen Schutz sensibilisieren. Selbst wenn Sie sich als Laie in technischen Dingen verstehen, können Sie den folgenden Seiten entnehmen, inwieweit Ihre persönlichen Werte von Schäden durch Überspannung betroffen sein können – unabhängig von direktem Blitzeinschlag und Brandschäden. Denn weit häufiger treten in modernen Haushalten Schäden auf, die durch Blitzentladungen in der Umgebung entstehen. Unnötiger Ärger und Folgekosten, auch verursacht durch Ausfallzeiten, können mit geringem Aufwand vermieden werden. Wir zeigen Ihnen, was Sie für den Schutz Ihrer persönlichen Werte tun können.

Machen Sie eine kurze Bestandsaufnahme Ihrer persönlichen elektronischen Anschaffungen im Betrieb und zu Hause. So haben Sie einen guten Überblick, für welche Geräte und Anlagen Überspannungsschutzmaßnahmen getroffen werden sollten.

Antennenanlagen

  • Kabelanschluss
  • Gemeinschaftsantennen/Kopfstation
  • Einzelantennen des Mieters Sat.-/terrestrische Antennen
  • Antennenverstärker (Breitbandkabel)
  • Fernsehgerät
  • Video- und DVD-Recorder
  • Hi-Fi-Anlage

Telefonanlagen

  • Analog
  • ISDN-NTBA
  • Telefon-/Faxgerät

Gebäudetechnik

  • Heizungssteuerung
  • Elektroheizung
  • Solaranlagensteuerung
  • Photovoltaikanlage

Endgeräte

  • Personal Computer
  • Haushaltsgeräte/Gemeinschaftsgeräte
  • Einbruchmeldeanlagen etc.

Weg des geringsten Widerstands
In der Bundesrepublik Deutschland entladen sich jährlich über 1,5 Millionen Blitze. Auch wenn zwischen der Einschlagstelle und einem Endgerät mehrere Hundert Meter liegen, können noch gefährliche Spannungsspitzen bis zum Endgerät gelangen. Die Blitzenergie sucht ihre eigenen Wege und kennt keine nachbarschaftlichen Grenzen.

Was ist davon betroffen? 
Überall dort, wo Elektronik für einen reibungslosen Betrieb sorgt, können durch zu hohe Spannung Schäden an den Endgeräten entstehen. Das gilt sowohl für den computergesteuerten Betrieb, die moderne Landwirtschaft, große Wohneinheiten als auch für Eigenheim und Mietwohnung. Ausfallzeiten, aufwändige Reparaturen und der Verlust wichtiger Aufträge oder Computerdateien (wie Fotos und Dokumente) können die Folge sein.

Ein zufrieden stellendes Blitzschutzsystem besteht, wenn die zwei Bereiche des äußeren und inneren Blitzschutzes aufeinander abgestimmt sind.

Als äußerer Blitzschutz wird der klassische Blitzableiter bezeichnet. Er ist in der Lage, den Blitz in die Erde abzuleiten und somit die Brandgefahr durch einen direkten Blitzeinschlag zu verhindern. 
Nicht alle Gebäude sind mit Blitzableitern ausgestattet. Wichtig sind diese Anlagen besonders für stark exponierte Gebäude oder Höfe. Öffentliche Einrichtungen sind fast immer mit einer Blitzschutzanlage ausgestattet.
Der innere Blitzschutz kümmert sich um den Blitzstrom, den der Blitz in das Gebäude leitet. Die Ausgleichsströme und damit einhergehenden Spannungen können hier sehr hoch sein (bis zu 2.000.000 V). Ein stufenweiser Abbau auf ein geräteverträgliches Maß von 230 V auf der Netzanschlussseite ist erforderlich.

1. Stufe – Grundschutz

Zum Grundschutz gehört ein umfassender Potenzialausgleich. Dazu werden alle metallenen Systeme im Gebäude (z. B. die Heizung) an eine Potenzialausgleichsschiene angeschlossen. Spannungsunterschiede werden so vermieden. Zum Grundschutz gehört ferner die ordnungsgemäße Erdung von terrestrischen Antennen und Sat.-Anlagen. Verfügt das Gebäude über eine äußere Blitzschutzanlage (Blitzableiter),
muss ein Blitzstromableiter eingebaut werden. Denn selbst wenn die Brandgefahr durch einen äußeren Blitzableiter weitestgehend vermieden wird, so muss auch die gefährliche Blitzenergie zur Erde abgeleitet werden, um Personen und elektrische Anlagen zu schützen. Der bevorzugte Einbauort ist direkt hinter dem Hausanschlusskasten. Der Elektrofachmann/Elektriker spricht beim Grundschutz vom Überspannungsschutzgerät Typ 1 (B-Ableiter).

2. Stufe – Anlagenschutz

Hier geht es um die Stromversorgungsunterverteilung im Gebäude. Durch den Einbau eines Überspannungsschutzgerätes im Stromzählerkasten oder in anderen Unterverteilungen werden die elektrischen Restspannungsspitzen bei einem direkten Blitzschlag auf anlagenverträgliche Werte reduziert. Ohne den oben erwähnten Grundschutz wäre dieses Überspannungsschutzgerät vom Typ 2 (C-Ableiter) überfordert.
Viel häufiger als der direkte Blitzeinschlag kommt es jedoch zu Überspannungen durch Blitzeinschläge in der Umgebung, aber auch durch fehlerhafte Schaltvorgänge im Stromnetz, beispielsweise durch Bauarbeiten in der Nachbarschaft. Diese zweite Stufe ist daher ein wichtiges Element im Überspannungsschutz.

3. Stufe – Geräteschutz

Diese letzte Stufe im System verhindert Schäden an empfindlichen elektronischen Einrichtungen, von der Hightech-Stereoanlage über den PC bis zur Telefon- und TV-Anlage. Der Fachmann spricht von Überspannungsschutzgeräten des Typs 3 (D-Ableiter). Diese Kombiableiter leiten Überspannungen, zum Beispiel zwischen dem Computer und dem 230-V- und Telefonnetz, schadlos ab. 
Manchmal ist der Hardware-Schaden, beispielsweise am Computer, zu verschmerzen. Aber die Zerstörung der Festplatte mit all den gespeicherten Daten, ob geschäftlich oder privat, ist neben dem wirtschaftlichen Schaden oft auch ein ideeller und persönlicher Verlust. Dafür bietet der Fachhandel steckerfertige Lösungen für die zu schützenden Geräte an.

Von der heimischen Unterhaltungselektronik und im PC gespeicherten Urlaubsfotos über die gefüllte Kühltruhe bis hin zur Spül- und Waschmaschine – der Erhalt Ihrer persönlichen Werte kann durch den Einsatz von weiteren geeigneten Schutzgeräten gewährleistet werden.
Die Fachbetriebe und der Fachhandel bieten passende Lösungen für die unterschiedlichen Anforderungen an. Der VdS-Verlag hat unverbindliche Richtlinien zur Schadenverhütung „Überspannungsschutz in Wohngebäuden“ veröffentlicht. Die Richtlinien informieren den Eigentümer, Mieter und Vermieter darüber, in welchen Fällen ein Überspannungsschutz zu empfehlen ist. Die Broschüre erhalten Sie als Download hier.

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